Europas grösste Hobby-Eisenbahnlage
Das Toggenburg hat eine neue touristische
Attraktion: Europas grösste Hobby-Eisenbahnanlage der Spur 0 in
Lichtensteig!
1200 Meter Schienen, 30 Lokomotiven, 150 Personenwagen, 100
Güterwagen, 16 gleichzeitig fahrende Züge von 1 bis 7 Metern Länge, ein
22 Meter langes Bahnhofareal mit 20 Gleisen, 650 Oberleitungsmasten, 73
Weichen und über
1000 Lämpchen. Und das auf einer Ausstellungsfläche von 500
Quadratmetern. Das sind die Superlative, aus denen die grösste
Hobby-Eisenbahnanlage Europas im Massstab 1:45 gebaut ist.
Zu verdanken ist die Bahn der Modellbauleidenschaft des Ostschweizer Textilfabrikanten Ludwig Weibel, der im
Toggenburg aufgewachsen ist. Dessen Vater hatte Ende der 30er Jahre in Ebnat-Kappel eine Damenjupe-Fabrik gegründet und die erste selbst
fabrizierte Ware in Lichtensteig verkauft. Mit diesem Geld wurde der
Grundstock zur Anlage gelegt, die Ludwig Weibel in jahrzehntelanger
Passion immer weiter ausgebaut hat. Bisher wurde sie erst fünfmal
gezeigt und hat dabei insgesamt über 200'000 Personen in ihren Bann
gezogen letztmals im Spätherbst des Jahres 1990 an der "Hafa" in
Wiesbaden.
Dann gingen die Lämpchen aus. Die Anlage wurde in Kisten verpackt und in
die Schweiz transportiert, wo sie jahrelang auf dem Areal einer
Fabrikliegenschaft in Zürich ruhte. Bis 2002 die Idee
auftauchte, sie ins Toggenburg zurück zu holen. Ludwig Weibel wollte
sich von seiner Anlage trennen. Die Idee sprang auf begeisterte
Modelleisenbahnfans in Lichtensteig über. Sie schlossen sich in der
Erlebniswelt Toggenburg GmbH zusammen, welche die Anlage übernahm und
gründeten den Model Train Club Toggenburg, der im Areal der Thurbo-Plast
im Hof ideale Räumlichkeiten für den Aufbau der Anlage fand. Die
Vereinsmitglieder verwandelten die Halle in unzähligen Frondienststunden
in einen beeindruckenden Ausstellungsraum umrahmt von einer Tribüne
und einer monumentalen Foto-Aufnahme des Toggenburgs mit den sieben
Churfirsten. Angekoppelt ist ein Lokal mit Restaurationsmöglichkeit.
Für viele ist ein Traum in Erfüllung gegangen, wenn sie die Anlage
"in voller Fahrt" erleben konnten. Das ist seit April
2003 in
Lichtensteig möglich. Im historischen Städtchen, das mit seinen
mittelalterlichen und arkadengeschmückten Gassen noch mit einem anderen
Ausflug in längst vergangene Zeiten aufwarten kann: Einem Besuch in
Fredy¹s mechanischem Musikmuseum, in dem historische Musikapparate von
1780 bis 1946 zu bewundern sind.
Quelle: Medienbüro Toggenburg