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„Sepp Schlumpf“, Laubengaden 266, 9620 Lichtensteig, geb. 22.10.1940 hatte schon früh einen starken Hang zu Motoren und Maschinen. In seinen Jugendjahren nach dem zweiten Weltkrieg war es im landwirtschaftlichen Metier von besonderer Bedeutung, die aufkommende Mechanisierung zu nutzen, um mehr Zeit zu haben, anderen bezahlten Tätigkeiten nachzugehen und Zusatzverdienste nach Hause zu bringen. Mit ungefähr 12 Jahren durfte Sepp Schlumpf zu seinem Onkel nach St. Peterzell in die Ferien. Sein Onkel war ebenfalls Bauer, aber bereits Besitzer einer eigenen Mähmaschine. Sepp Schlumpf nennt die Begegnung mit dieser Maschine als das Schlüsselereignis in seinem Leben. Er durfte 1952 zum ersten Mal selbständig mit einer motorbetriebenen Maschine mähen. Zwar war diese Maschine ein alter Rapid mit Jahrgang 1930, dennoch faszinierte ihn von nun an alles, was mit Motoren zu tun hatte. Insbesondere Mähmaschinen der Marke Rapid, ältere Motorräder und Motoren allgemein sollten ihn sein ganzes Leben begleiten. |
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Anfangs 60er Jahre begann er zu sammeln. Zuerst auf ganz einfache Art und Weise, indem er beim Alteisen Schönenberger im Bunt alte zum Abbruch verurteilte Motorräder herauskaufte. Er bezahlte damals manchmal Fr. 20.—pro Stück. Condors, Motosacoches und Standards waren mehrheitlich dabei. Obwohl weder Vater noch seine Geschwister Freude an seiner Sammelwut hatten, konnten durch Umkonstruieren dieser Motorräder Seilwinden, Ziehmaschinen und Antriebsmaschinen für verschieden Zwecke hergestellt und damit viele Arbeiten erleichtert werden. |
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1971 bezog Sepp Schlumpf sein eigenes Haus im Laubengaden und richtete sich darin eine Werkstatt ein. Sein erklärtes Ziel war es, alle diese Maschinen zum Laufen zu bringen, sie fahr- und strassentüchtig zu machen. Ganz wichtig war ihm dabei, dass beim Restaurieren möglichst nur Originalteile verwendet wurden. Dabei hatte er keine Mühe gescheut, jedes Jahr fast sämtliche Ersatzteilmärkte zu besuchen und die fehlenden Teile zu beschaffen. In unzähligen Stunden hat er in vielen Jahren seine Sammlung vollständig restauriert und in einen Top-Zustand gebracht. Bis auf zwei seiner über 50 Motorräder könnten alle für die Strasse eingelöst werden. |
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Sepp Schlumpf ist ein vielseitig interessierter Mensch. Als sein Hobby Nr. 1 bezeichnet er allerdings nicht die Oldtimer Motorräder, sondern seine hydraulischen Pumpen (in Fachkreisen „Widder“ genannt). Er gilt als profunder Kenner dieser Wasserpumpen, welche alle ohne Fremdenergie funktionieren. Schon mancher Besitzer einer Liegenschaft in der Schweiz konnte von den Kenntnissen von Schlumpf profitieren und sich gratis das Wasser von der einen Seite des Hügels auf die andere Seite transportieren lassen. Hobby Nr. 2 wären dann die Oldtimer Motorräder, Hobby Nr. 3 Oldtimer Mähmaschinen (besitzt ca. 30 Stück der Marke „Rapid“. Ein Teil dieser Sammlung wurde am 13. September 2005 ebenfalls in unser Museum aufgenommen. Hobby Nr. 4 ist das Holz. Hobby Nr. 5 sind die Tiere (vor allem Vögel, er unterhält etwa 20 Nistkästen in seiner näheren Umgebung. Hobby Nr. 6 sind antike Möbel. Hobby Nr. 7 will er nicht bekannt geben, da es für Kenner von besonderem Interesse wäre und er dadurch seine Ruhe nicht mehr hätte. |
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Diese interessanten Themen bereichern sein Leben und machen ihn zu einem zufriedenen und erfüllten Menschen. Auf die Frage, wie er sich den sein grosses Wissen in all diesen komplett verschiedenartigen Gebieten angeeignet habe, hat er bescheiden geantwortet: Was man erfahren, muss man bewahren, so wird man klug in den Jahren. |
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| Die Erlebniswelt Toggenburg freut sich, diese wunderschönen Sammlungen in einem würdigen Rahmen zeigen zu können und den Besuchern der Sepp Schlumpf Collection damit viel Freude zu bereiten. | ||
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